Heute stellen wir vor: Lindi-Bikes, Gams

In unserer Reihe "heute stellen wir vor" möchten wir Ihnen monatlich einen unserer Fahrradfachhändler vorstellen, der in den letzten Monaten seinen Laden komplett neu eingerichtet hat oder besonders innovative Konzepte realisiert.

Heute stellen wir Thomas und Jeannette Lindenau vor, die zusammen in Gams SG das Geschäft Lindi-Bike führen.

Zur Geschichte: Thomas, der ursprünglich gelernte Fahrradmechaniker war bereits seit einigen Jahren Filialleiter und wollte sich im Jahre 2005 zusammen mit seiner Frau, Jeannette, selbständig machen. Sie gründeten deshalb zusammen das Fahrradgeschäft Lindi-Bike in Gams.

Seit den Geburtsstunden führen die beiden unter anderem die Marken WHEELER und BiXS im Sortiment und erreichen dadurch einen hohen Qualitätsstandard. 2011 wurde es den beiden zu eng und sie entschieden sich die Verkaufsfläche zu verdoppeln. Dies ermöglicht dem Team ein schöneres und professionelleres Verkaufsambiente bieten zu können. 2012 wurde zudem ein BG-F.I.T-Raum eingerichtet der es ermöglicht die Kunden mit Hilfe von 3D-Technik auszumessen und das Bike perfekt auf die Bedürfnisse anzupassen/abzustimmen. Zum 10Jährigen Jubiläum gönnte sich Lindi-Bike ein neues Gewand. Der Laden wurde komplett umgebaut und im Dezember 2015 neueröffnet. Böden und vorhandene Verkaufsregale wurden ersetzt, Wände neu gestrichen und der Laden mit den neusten Produkten der 2016er-Kollektionen bestückt sodass die Saison 2016 kommen kann.

Wir haben den beiden ein paar Fragen zum Betrieb und zu Ihnen als Personen gestellt.

Was hat Euch dazu bewegt Euch im Jahre 2005 selbständig zu machen und in Gams ein Fahrradfachgeschäft zu gründen?
Antwort: Ich hatte schon immer viele Ideen, wollte der Kundschaft den Zweiradvertrieb noch schmackhafter machen, stoss dabei bei meinem vorherigen Arbeitgeber auf Wiederstand. Also musste ich mein eigener Chef werden um meine eigenen Ideen zu verwirklichen. Und so kam es dazu, dass wir 2005 ein eigenes Fahrradgeschäft eröffneten. 

Gams ist für Biker, Rennradfahrer und für Alltagsradler perfekt geeignet. Auf der einen Seite hat man den Alpstein mit seinen Trails für Biker, ebenfalls die Passstrasse ins Toggenburg für alle Gümmeler. Und andererseits das flache Rheintal welches mit seinen unzähligen Fahrradwegen entlang des Rheins trumpfen kann. Lässt sich daraus schliessen, dass Eure Kundschaft nicht in einen Topf geworfen werden kann oder seid ihr dennoch auf einen gewissen Bereich fokussiert?
Antwort: Unsere Kundschaft ist eher sportlich orientiert. Wir werden deshalb als Partner geschätzt, da unsere Spezialität der "à la carte-Aufbau" ist. Wir bauen die Fahrräder speziell auf die Kundenbedürfnisse angepasst auf. Wir verkaufen praktisch kein Fahrrad "ab Stange" und erreichen dadurch ein hohen Zufriedenheitsgrad unserer Kundschaft - Egal ab Marathon-FahrerIn, TriathletIn oder AlltagsradlerIn. 

Wie sieht für dich die Konkurrenzsituation im Rheintal aus? 
Antwort: Die wird immer stärker, auch in Zukunft gehen neue Shops in der Umgebung auf. Im nahe gelegenen Grabs gibt's z.B. 3 Fahrradhändler für rund 7'000 Einwohner. In Buchs hat es deren 7. Die Dichte ist somit hoch. In Gams sind wir jedoch der "Platzhirsch".

Wie grenzt du dich von deinen Mitbewerbern ab?
Antwort: Ganz klar mit dem BG-Fitting, da wir die Fahrräder auf die genauen Kundenbedürfnisse einstellen können. Wir ändern Vorbauten, Sättel, Griffe, Laufräder, etc. für unsere Kunden. Des Weiteren grenze ich mich mit meinen geführten Marken ab. Und wir bieten für alle Marken einen guten und schnellen Service und kurze Wege bei Garantiefällen.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigt ihr bei Euch im Laden?
Antwort: 3 Vollzeit-Mitarbeiter (ich, ein ausgelernter Fahrradmechaniker und 1 in Ausbildung). Während der Saison unterstützt uns meine Frau, Jeannette, vermehrt und so sind wir total 4 Personen. 

Wie wichtig ist für Euch die Ausbildung von Lernenden? Ist es einfach guten Nachwuchs zu finden?
Antwort: Verglichen mit früher ist es schwieriger geworden, da sich heutzutage niemand mehr schmutzige Hände machen will. Früher waren mechanische Berufe noch etwas "sexier". Der Beruf des Fahrradmechanikers wird aber deutlich unterschätzt, denn es ist ein sehr vielfältiges Aufgabengebiet mit dem Job verbunden. So gehört schweissen, schrauben, werken genauso dazu wie das Thema Hydraulik, etc. ebenso dazu wie das Einstellen von elektronischen Komponenten am Fahrrad.  Ein weiterer Hemmer Fahrradmechaniker zu lernen ist klar die immer noch zu tief angesetzte Entlöhnung.

Was hat dich ursprünglich dazu bewegt Fahrradmechaniker zu lernen? Wie kamst du zum Fahrradsport?
Antwort: Mein erstes Mountainbike erhielt ich im Alter von 16 Jahren. Dieses Mountainbike hat bei mir eine derartige Begeisterung ausgelöst, dass ich mich sofort entschied Fahrradmechaniker zu erlernen. Ein Fahrrad steht für mich seit jeher für Freiheit, du entkommst dem Verkehr und bleibst dabei fit. Ich bin emotional somit sehr verbunden mit dem Fahrrad. 

Du bist WHEELER-Händler der ersten Stunde. Wieso die Marke WHEELER und wofür steht die Marke für dich?
Antwort: Bei WHEELER ist die Preis/Leistung top. Ich profitiere von sehr gutem Support durch den Schweizer Importeur. Kurze Wege bei Ersatzteil- oder Garantie-Anliegen sind mir wichtig. Innerhalb von 24h habe ich ein Fahrrad hier wenn ich es bestelle. Das ist für mich Service. Zudem bietet WHEELER das ganze Spektrum an Fahrrädern an und ist eine Marke mit langer Tradition.

Warum führst du nebst WHEELER auch noch BiXS in deinem Sortiment?
Antwort: BiXS ist für mich stylischer. WHEELER ist eher für den traditionelleren Kunden, während BiXS eher die jüngere Kundschaft anspricht. BiXS ist eine junge, frische und trendige Marke die in meinem Sortiment nicht fehlen darf.

Welche Produkte der Marken WHEELER und BiXS sind Eure Highlights im 2016?
Antwort: Bei WHEELER die Elektrofahrräder mit YAMAHA-Motoren. Des Weiteren die Rennfeile, das WHEELER Mountainbike Eagle Race LTD mit der 1x11 Di2- Schaltung mit nur 8.6kg Gewicht. Bei BiXS sind es die durchs Band hinweg gelungene Farbgebung und die Liebe zum Detail in den Fahrrädern (Zusammengehörigkeit der Komponenten bei allen Teilen).

Ihr habt Euren Laden erst vor kurzem umgebaut, was hat sich verglichen mit vorher alles geändert? Worauf habt Ihr beim Neubau den Fokus gesetzt?
Antwort: Der Laden ist viel grösser geworden, wir haben dadurch massiv mehr Platz für die Präsentation der Fahrräder gewonnen. Wir haben nun also die Möglichkeit mehr Fahrräder als vorher auszustellen. Durch den neu gelegten Holzboden wirkt der Shop viel einladender und wärmer. Der Shop ist also passend zur Branche "naturverbundener" geworden. Grosse, stimmige Bilder sorgen zudem für die nötige Bike-Atmosphäre im Laden.

Wie sind die ersten Resonanzen von Mitarbeitenden, Kunden und Freunden?
Antwort: Die Kunden verlassen den Laden mit dem Gefühl, sofort aufs Bike steigen zu müssen, da sie sich bei mir im Laden die Inspiration geholt haben. Nein nur Spass, die Resonanzen sind aber durchwegs positiv. Auch meine Mitarbeiter sind begeistert in neuer Atmosphäre arbeiten zu können. Der Umbau hat zwar etwas gekostet, aber es hat sich für uns gelohnt. So macht's Spass.

Wie wappnest du dich für die Zukunft wenn Grossflächen, Online-Verkäufer, etc. noch mehr zulegen können? Wo siehst du deine Stärken?
Antwort: Wir gehen persönliche Beziehungen zu unseren Kunden/Kundinnen ein. Wir kennen und erörtern ihre persönlichen Bedürfnisse für einen maximalen Fahrspass. Der Kunde kann immer wieder zu uns zurückkommen, er ist nicht einfach nur eine Nummer, sondern ein Mensch. Und bei uns steht der Mensch im Vordergrund. Wir verstehen etwas von unserem Handwerk, wir bieten gute Beratung und verfügen über direkte, rasche Lösungen für jedes Problem. Wir können durch unser Vermessungssystem "BG-Fitting" das Fahrrad auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden anpassen.

Wie setzt/realisierst du deine Marketing-/Werbeaktivitäten?
Antwort: Unsere Hauptmarketingausgaben fliessen in unser eigenes Rennteam - das Lindi Bike Racing Team. Dieses Team fährt in unserem Namen und auf dem Trikot sind wir mit unserem Logo dominant platziert. Zusätzliche Werbepräsenz erreichen wir durch Rennberichte, Fotos, etc. in Zeitungen die über die Ergebnisse unserer Top-Athleten berichten. Weiter stellt Social Media eine immer wichtiger werdende Plattform dar um Infos oder Events an die Öffentlichkeit zu tragen. Frühlingsausstellungen, Messen oder Testevents gehören ebenfalls dazu. Manchmal schreiben wir unsere Top-Kunden auch persönlich (mit von Hand angeschriebenen Couverts) an für bestimmte Events. Das wird im heutigen, elektronischen Zeitalter sehr geschätzt.

Du hast es bereits angesprochen, seit 2006 führt ihr ein eigenes Racing-Team, das Lindi-Bike Racing Team. Wie funktioniert das mit dem Team? Wie viele Mitglieder hat das Team?
Antwort: Wir sind Hauptsponsor des Teams, die Athleten profitieren von Vorzugskonditionen auf alle Hardware die sie zur Ausübung ihres Sports benötigen. Zudem unterstützen wir wenn Service oder ähnliches an den Fahrrädern notwendig ist. Mit der eigentlichen Teambetreuung haben wir aber nicht viel zu tun; Es wurde ein Teamchef ernannt, der auf die Zusammenstellung des Teams schaut, alle Verträge regelt und unterzeichnet, etc.. Die Anzahl Fahrer variiert von Jahr zu Jahr. Im Durchschnitt sind es zwischen 10 - 15 Fahrer, die für das Lindi-Bike Racing Team an die Startlinie treten.

Des Weiteren sponsert ihr den VTC (Velo- und Triathlon-Club) Gams. Wie wichtig ist für Euch dieses Engagement? Inwiefern seid ihr da involviert?
Antwort: Wir gewähren allen Mitgliedern des VTC einen speziellen Rabatt, zudem sponsern wird die Kleider fürs Kid's Team, damit sie in einheitlichem Trikot auftreten. Ansonsten leisten wir kleinere Sponsoringbeträge in die Clubkasse oder unterstützen an speziellen Clubevents. Dadurch generieren wir eine treue Stammkundschaft.  

Startest du selber auch am einen oder anderen Rennen?
Antwort: Leider nicht mehr. Mit 6 Arbeitstagen die Woche liegt das nicht mehr drin. Früher bin ich regelmässig Rennen gefahren was ich heute ein wenig vermisse. Zudem würde ich manchmal auch wieder gerne zurück in die fitten Tage. Doch das ist der Tribut den man für die Selbständigkeit und die Familie zollen muss und auch will. 

Wie viele Stunden verbringt ihr selber auf dem Fahrrad pro Woche?
Antwort: Leider nur noch max. 5h pro Woche. Früher waren es locker 30h pro Woche.

Fährt ihr mit dem Fahrrad zur Arbeit oder mit dem Auto?
Antwort: Im Sommer klar mit dem Fahrrad. Im Winter bieten wir unseren Kunden einen Fahrrad-Abhol- und -Bring-Dienst, damit sie ihr Fahrrad nicht selber in die Werkstatt bringen müssen. Deshalb ist im Winter der Transporter-Bus notwendig.  

Impressionen:

  

Lindi-Bike
Haagerstrasse 53
9473 Gams
Tel.  081 740 64 74
Mail: info(at)lindi-bike.ch
Web: www.lindi-bike.com

  

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