
Projekt Pace 32-Zoll | Kapitel 1: Der Aluminium-Prototyp
Eine neue Laufradgrösse. Viele offene Fragen. Ein 32-Zoll-Race-Bike zu entwickeln, beginnt nicht mit der Frage, wie das fertige Bike aussehen soll. Es beginnt mit einer Frage aus dem Cross-Country-Rennsport: Welches Potenzial steckt in grösseren Laufrädern – und wo liegen ihre Grenzen? Mit diesem Projekt wollen wir nicht nur ein neues Bike entwickeln, sondern den gesamten Weg dorthin sichtbar machen. Von den ersten Ideen über die verschiedenen Prototypen bis zu den Erkenntnissen aus den Testfahrten: Wir nehmen euch Schritt für Schritt mit und zeigen, wie sich das Projekt weiterentwickelt.

Chris Evers
5. November 2026


Warum 32-Zoll?
Wir wollen verstehen, welche Möglichkeiten grössere Laufräder im XC-Rennsport eröffnen und ob daraus ein sinnvoller zusätzlicher Ansatz für unsere Rennplattformen entstehen kann. Gleichzeitig ist 32-Zoll ein Thema, das die Branche beschäftigt und unterschiedliche Meinungen hervorruft. Für uns Grund genug, genauer hinzuschauen, selbst zu entwickeln und die offenen Fragen nicht nur theoretisch zu diskutieren. Ein wichtiger Teil davon ist die Entwicklung und Fertigung in der Schweiz. Die räumliche Nähe zwischen Engineering, Aufbau und Test ermöglicht kurze Kommunikationswege und schnelle Reaktionszeiten. Erkenntnisse aus der Praxis können so direkt in die nächste Entwicklungsstufe einfliessen. Unser Ziel ist nicht, 29-Zoll infrage zu stellen. Wir wollen herausfinden, welches Potenzial 32-Zoll hat – und welche Rolle das Format tatsächlich spielen könnte.
Nicht entweder oder.
29-Zoll ist im Cross Country etabliert und bleibt die Referenz, an der wir uns messen. Warum also ein neues Laufradformat entwickeln? Grössere Laufräder verändern das gesamte System: von der Geometrie über die Kinematik bis zum Fahrgefühl. Was auf dem Papier vielversprechend aussieht, muss sich auf dem Trail erst bewähren. Deshalb wollen wir keine Antworten vorwegnehmen. Wir bauen, testen, vergleichen und passen an. Nicht jede Annahme wird sich bestätigen – und genau darin liegt der Wert unserer Bestrebungen. Mehr Laufrad, mehr Speed – oder mehr Kompromisse? Diese Frage begleitet uns von den ersten Entwürfen bis zu den Testfahrten.
Handarbeit, die aus Ideen ein Bike macht.
Hier wird nicht einfach ein Serienbike produziert. Wir bauen, testen und verändern direkt vor Ort – in der Schweiz, mit kurzen Wegen zwischen Idee, Konstruktion und dem fertigen Prototypen. Der erste Rahmen ist deshalb nicht das Ergebnis der Entwicklung. Er ist ihr Ausgangspunkt.










«Mit BIXS neue Ideen auszutüfteln, macht richtig Spass. Wenn die Bikes eines Tages im Weltcup am Start stehen, ist das ein unbeschreibliches Gefühl.»
Björn Aeschlimann | Dead Rabbit
In einer Kleinserie erhältlich.
Dieses Projekt soll nicht nur ein neues Arbeitsgerät für das BIXS Race Team hervorbringen. Das 32-Zoll-Karbon-Race-Bike wird auch als exklusive Kleinserie für euch erhältlich sein. Ein besonderer Teil unserer Entwicklung, den ihr später selbst fahren könnt. Wann es so weit ist, steht noch offen – die Reise dorthin zeigen wir euch Schritt für Schritt.
Der erste Prototyp.
Aus ersten Konzepten wird ein konkreter Entwurf. Daraus entsteht der erste Aluminium-Prototyp – von Hand gefertigt in der Schweiz. Was zuvor am Bildschirm geplant wurde, lässt sich nun aufbauen, fahren und beurteilen. Doch der erste fahrbare Prototyp ist kein fertiges Produkt. Er ist der Ausgangspunkt für die eigentliche Entwicklung. Erste Testfahrten zeigen, welche Annahmen funktionieren, wo Anpassungen nötig sind und welche Fragen wir als Nächstes beantworten müssen. Mit jeder Entwicklungsstufe verändern wir das Bike auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse.






Nicht alles, was auf dem Papier sinnvoll ist, fährt sich auch so.
Für V1.0 wollten wir den Nachlauf des bestehenden 29-Zoll Bikes möglichst beibehalten und haben den Lenkwinkel deshalb steiler ausgelegt. Auf dem Papier eine nachvollziehbare Annahme. Im Gelände zeigte sich schnell: Das Gefühl passt nicht. Nach den ersten Testfahrten wurde klar, dass sich ein 32-Zoll Bike nicht einfach nach den Parametern unseres 29-Zoll Bikes entwickeln lässt. Der grössere Laufraddurchmesser verändert das gesamte System – und damit auch die Anforderungen an die Geometrie. Die Konsequenz: Wir gingen mit einem flacheren Lenkwinkel in die nächste Entwicklungsstufe.

«Wir wollten den Nachlauf gleich dem 29er halten und haben deshalb den Lenkwinkel steiler gemacht. Das hat sich als Fehler herausgestellt.»
Basil Gugger | Ingenieur BIXS
Immer noch das Mass der Dinge.
Bewährt, schnell und im Rennsport etabliert: Das Pace bleibt unsere Referenz. Das Projekt Pace 32-Zoll stellt diese Basis nicht infrage. Es untersucht, ob eine zusätzliche Plattform einen echten Mehrwert für bestimmte Fahrer, Strecken oder Rennsituationen bieten könnte.
Zum PaceDie Menschen hinter dem Projekt.
Gemeinsam verbinden sie technisches Know-how, praktische Erfahrungen aus dem Rennsport und transparente Kommunikation. So entsteht Schritt für Schritt ein fahrbares Konzept, dessen Entwicklung von der ersten Idee bis zum Einsatz auf dem Trail nachvollziehbar wird.
Basil Gugger verantwortet das Engineering und entwickelt die Prototypen gemeinsam mit dem BIXS Race Team kontinuierlich weiter.
Björn Aeschlimann von Dead Rabbit setzt die Konstruktionsideen in handgefertigte Aluminium-Prototypen um – gefertigt in der Schweiz.
Chris Evers begleitet das Projekt kommunikativ, dokumentiert die Entwicklungsphasen und gibt Einblicke in den Entstehungsprozess.
Was kommt als nächstes?
Mit dem ersten Prototyp ist die Entwicklung erst richtig angelaufen. In den nächsten Kapiteln zeigen wir euch, wie sich das Projekt weiterentwickelt: welche Änderungen wir vornehmen, was die Testfahrer zurückmelden und welche Erkenntnisse daraus entstehen.

Tags:
Pace 32BIXS News + Stories
Rennsport-Erfolge, Athletenportraits und Abenteuer auf zwei Rädern – entdecke die neuesten Storys aus der Welt von BIXS.














